Blog der Familie Holighaus

Herzlich Willkommen!

(Neuste Einträge in unser Tagebuch immer sofort in eurem Computer. Wie das geht, erfahrt ihr hier.)

Ach ja... und aktuelle Bilder gibts immer mal wieder hier.

Samstag, 23. Dezember 2006

Drei Weihnachtsfeiertage

Den Heiligabend haben wir in diesem Jahr schon einen Tag früher gefeiert. Dam, Num, Gee und Ann (Dams Freundin) kamen und wir erlebten diesen besonderen Abend als erweiterte Familie. Jedes Jahr neu schätzen die älteren Jungs von Baan Nok Kamin diese Zeit in unserer Familie, da sie selbst überwiegend keine Familien mehr haben. Simon und Joel waren natürlich begeistert, aus diesem Grund umso mehr Geschenke unter unserem künstlichen Weihnachtsbaum zu haben.

Freitag, 15. Dezember 2006

Reise in die Vergangenheit

Von einer Reise in die Vergangenheit bin ich, Matthias gerade wieder zurückgekommen. Neben meinen Erinnerungen blieben nur von Schlingpflanzen bewachsene Betonplatten und verrostete Stahlträger übrig. Ich war in einem ehemaligen und nun verlassenem Auffanglager der Tsunamibetroffenen. Wieviele Tränen wurden hier geweint?! Wieviele Male über Selbstmord nachgedacht?! Menschen, die dachten, hier nur drei bis vier Monate bleiben zu müssen, lebten hier fast ein Jahr lang. Nun ist alles kahl und leer.

Dafür wimmelt es nur wenige Kilometer weiter nur so von Menschen. Touristen säumen wieder die schneeweissen Strände und Einheimische versuchen, die Vergangenheit hinter sich zu lassen. Sie konzentrieren sich, vielleicht mehr als zuvor, auf die Geldbringer aus dem Westen. Sie wollen das Wort "Tsunami" endlich hinter sich lassen. Aber das gelingt nur schwer.

Viele christlichen Gemeinden sind in den letzten zwei Jahren entstanden und Menschen haben sich unserem guten Gott anvertraut. Die Probleme hier und da kann ich und will ich nicht verschweigen. Noch immer gibt es vereinzelt Rivalität und Neid zwischen den verschieden Kirchen. Christen sind eben auch nur Menschen. Aber umso größer ist die Zahl derer, die eine lebendige Hoffnung für ihr Leben gefunden haben. Und Gott schenkt Menschen, die zusammen arbeiten und an Gottes Reich gemeinsam bauen wollen. Ein Grund zur Dankbarkeit!

Ein Reise voller gemischter Gefühle ging zuende. Einerseits begegneten mir Menschen, die auch zwei Jahre nach der Katastrophe noch immer nicht ihre Rolle in ihrer alten Heimat gefunden haben. Die Infrastruktur hat sich total verändert. Keine richtige Arbeit und damit auch keine richtige Hoffnung auf die Zukunft.
Aber mir begegneten auch viele meiner Freunde mit Zuversicht und neuer Motivation fürs Leben:

Endlich konnten zum Beispiel die sterblichen Überreste eines Jungen der Familie übergeben werden. Nach fast zwei Jahren! So ist ein weiterer Schritt in der Vergangenheitsbewältigung getan. Ein wichtiger in der thailändischen Kultur.
Andere Familien haben wieder viel Arbeit, dank unserer Projekte zur Selbsthilfe. Sie haben wieder eine Zukunftsperspektive! Es hat sich gelohnt! Dankbare Gesichter und Menschen mit einer Perspektive zeigten das deutlich!

Aber Narben bleiben bestehen und viele der Überlebenden vom 26. Dezember 2004 brauchen weiterhin unsere seelsorgerliche Unterstützung. Mit Geld kann man eben nicht alles wieder gut machen.

Samstag, 9. Dezember 2006

Hochzeit im Baan Nok Kamin

Heute ist Feiern angesagt. Wir sind alle eingeladen! Mongkon, der eine Weile bei uns in der Wagenheber-WG gewohnt hat, "traut sich". Pranee, seine zukünftige Frau, ist langjährige Sekretärin im Baan Nok Kamin-Büro.

Wir gratulieren den Beiden und wünschen Gottes Segen auf ihrem gemeinsamen Lebensweg!

Holighausens in Bangkok 2008

Warum Mission?