Blog der Familie Holighaus

Herzlich Willkommen!

(Neuste Einträge in unser Tagebuch immer sofort in eurem Computer. Wie das geht, erfahrt ihr hier.)

Ach ja... und aktuelle Bilder gibts immer mal wieder hier.

Sonntag, 29. April 2007

Deutschsprachige Schule Bangkok

Unglaublich, wie die Zeit vergeht! Kaum sind unsere Kinder geboren, müßen wir uns schon Gedanken um ihre Schulausbildung machen.
Gestern war Tag der offenen Tür an der Deutschsprachigen Schule Bangkok. Eine andere Welt, da die Eltern der meisten Kinder Geschäftsleute sind. Es ist eine moderne Schule, die ihre Schüler auf einem hohen Level unterrichtet.
Es gäbe viele Vor- und sicher auch einige Nachteile, wenn wir Simon und später Joel dort hin schicken würden.
Vieles geht durch unseren Kopf und wir sind gespannt, wie Gott uns führen wird...

Sonntag, 22. April 2007

Wir sitzen auf der Veranda des alten Holzhauses, wo Anns (Dams Freundin) Eltern zuhause sind. Die Sonne brennt schon morgens um zehn unglaublich heiß.
Ich, Matthias bin in Chiang Rai (Nordthailand) zusammen mit Dam und Banja, einem Hausvater von Baan Nok Kamin, um den Brautpreis für Dams zukünftige Frau auzuhandeln. Was man als Missionar so alles machen muß...
10 Stunden Fahrt durch die Nacht haben wir hinter uns. Kaum geschlafen und mit nur einem spärlichen Frühstück im Bauch sitzen wir den Eltern gegenüber. Das Datum für die Hochzeit wird auf Ende Jahr festgesetzt. Andere Einzelheiten werden besprochen und Entscheidungen gefällt. Ich frage mich, was eigentlich das Brautpaar selbst bei ihren eigenen Hochzeitsvorbereitungen zu sagen hat...
Irgendwann kommen wir auf das eigentliche Thema des Treffens zu sprechen, der Brautpreis. Geld und Gold, welches von Dam aufgebracht werden und am Tage der Hochzeit in einem Ritual den Brauteltern übergeben werden muß. Je höher der Brautpreis, desto höher das Ansehen in der Nachbarschaft. Es wird herumgedruckst und unsicher in der Gegend herum geschaut. Anns Mutter rückt endlich heraus mit ihren Gedanken. 50,000 Baht und 5 Goldmünzen im Wert von nochmal über 50,000 Baht. Völlig überzogen und nicht dem Status ihrer Familie entsprechend. Wir sind geschockt, enttäuscht und sprachlos. Zum Handeln kommt es nicht mehr. Wir äußern unsere Bedenken, dass Dam einen solchen Betrag nie im Leben aufbringen kann. "Wenn nicht, auch nicht so schlimm. Die Hauptsache ist, dass sie sich lieben!" so der Vater, der selbst zeitweise nicht mit seiner Frau zusammengelebt hat.

10 Stunden Fahrt liegen vor uns. Wie eine dunkle Wolke liegt der Gedanke an das viele Geld über uns. Wieder einmal wird mir klar, dass die Thailänder uns Ausländer oft nur als "Dua Ngen" (Figuren, die Geld haben) sehen. Besonders Anns Mutter erwartet, dass wir, die wir jahrelang Dam in unsere Familie aufgenommen haben, nun den Brautpreis bezahlen sollen.

Wie es dann wirklich werden wird, ist offen. Wir brauchen Weisheit und Gottes Führung, um einen Weg zu finden, der nicht unserer Beziehung zu Anns Eltern schadet.

Freitag, 20. April 2007

Feng Shui

Immer wieder merkt man, dass die Bevölkerung seit dem Putsch im September geteilt ist. Es werden immer wieder Stimmen laut, dass die Übergangsregierung nur sehr unbefriedigende Arbeit verrichtet.
So kämpft die die Regierung Thailands mit allen Mitteln um die Gunst des Volkes. Es werden große Anstrengungen unternommen, auch das "Glück" zu beeinflußen. Feng Shui Spezialisten werden zu Rate gezogen, um Möbel neu auszurichten, Zufahrtswege günstiger zu organisieren und Fontänen installiert. Das alles soll dazu beitragen, das Thailand wieder eine Regierung bekommt, welche das Vertrauen ihrer Bürger hat.
 
So durchzieht Geister- und Aberglaube fast alle Bevölkerungsschichten. Lasst uns für diese Menschen beten, dass sie den wahren Gott erkennen, der alles in seinen guten Händen hält!

Samstag, 14. April 2007

Brötchen

Oma ist am Brötchenbacken und sagt: So, die Brötchen müssen nun noch gehen. Joel: Wohin?

Montag, 9. April 2007

Der Herr ist auferstanden! ER ist wahrhaftig auferstanden!!!

Samstag, 7. April 2007

Bangkoks Stau ist wieder um ein Auto reicher! Nämlich Unseres :-)Gestern Abend sind wir wieder wohlbehalten von der Elefanteninsel (Koh Chang) zurückgekommen. Ein traumhafter Strand mit kristallklarem Wasser wartete morgens nach dem üppigen Frühstücksbuffet auf uns. Als Simon am ersten Tag im Meer badete, war er ganz begeistert von der schönen Natur: "Das hat Gott aber WIRKLICH gut gemacht!" Recht hat er! Ein Paradies nur fünf Autostunden von Bangkok entfernt.

Ostern werden wir im kleinen Rahmen feiern. Natürlich gibt es einen Ostergottesdienst in der englischsprachigen Gemeinde, aber ansonsten ist in Thailand von Ostern nicht viel zu merken. Leider trifft das auch auf viele christliche Gemeinden zu. Es wird zwar erwähnt, dass Jesus für uns ans Kreuz gegangen und auferstanden ist, aber den Stellenwert, den es bei uns in deutschen Gemeinden hat, hat das Fest hier leider nicht. Für uns ganz deutlich ein geistlicher Kampf, da Ostern fast mit dem Thailändischen Neujahrsfest Songkran zusammen fällt. Eine Zeit, die sehr mit Geisterglaube- und anbetung durchwoben ist. Es geht zentral um Sündenvergebung, welche man durch Opfergaben an die Geister erwirken will. Aber Thailänder haben keine Gewissheit, dass ihre Sünden wirklich vergeben sind. Welch ein Vorrecht, Jesus als gekreuzigten und auferstandenen "Sündenvergeber" persönlich zu kennen und zu wissen, dass Jesus allein die Macht hat, Sünden zu vergeben! Eine überwältigende Tatsache im Thailändischen Kontext! Nur im thailändischen Kontext...?

Holighausens in Bangkok 2008

Warum Mission?