Blog der Familie Holighaus

Herzlich Willkommen!

(Neuste Einträge in unser Tagebuch immer sofort in eurem Computer. Wie das geht, erfahrt ihr hier.)

Ach ja... und aktuelle Bilder gibts immer mal wieder hier.

Samstag, 26. Januar 2008

In der Wartehalle in Phnom Penh

Etwas Zeit habe ich noch vor meinem Flug zurück nach Bangkok. Die zwei
Wochen Seminar, bei dem ich mitgearbeitet habe, sind gestern gut zu Ende
gegangen. Überwiegend possitive Echos bekamen wir von den Teilnehmern. Das
ist für uns Mitarbeiter natürlich sehr ermutigend.
Im Rückblick waren diese zwei Wochen allerdings sehr anstrengend. Wenn die
täglichen Seminare zu Ende waren, waren für uns weitere Besprechungen und
Vorbereitungen angesagt. Meistens bis spät in den Abend. Die letzten Tage
waren für mich besonders anstrengend, da ich mir irgendwo in Phnom Penh eine
Magen-Darm-Grippe geholt hatte. Dadurch war ich die letzten beiden Tage fast
völlig ausser Gefecht.
Kambodscha wird vermutlich noch eine Weile in meinen Gedanken festsitzen.
Die Armut und die dunkle Vergangenheit unter PolPot hat mich sehr
beschäftigt. Auch fast drei Jahrzehnte nach dem Ende der Roten Khmer leidt
die Bevölkerung noch immer an den Folgen. So ist es umso ermutigender, wenn
Kollegen der OMF von ihren Erfahrungen in der Gemeindeaufbauarbeit erzählen.
Die Gemeinden in Kambodscha wachsen und innerhalb weniger Jahre hat sich die
Zahl der Christen vervielfacht. Leider fehlt es überall an reifen Christen,
die im Bereich Jüngerschaftschulung mithelfen können. So brauchen unsere
Kollegen hier dringend Verstärkung. Vielleicht wollt ihr mit für neue
Mitarbeiter beten...?

Sonntag, 20. Januar 2008

Killing Fields

Wie eine dunkle Wolke hängt die schreckliche Vergangenheit über Kambodscha.
Auch wenn weniger Menschen unter der Regierung der Roten Khmer (1975-79)
starben als durch die Deutschen im zweiten Weltkrieg, war die Herrschaft von
Pol Pot nicht weniger grausam. Nur sehr langsam erholt sich Kambodscha von
diesem Völkermord.
Das Gefängnis Teul Sleng in Phnom Penh, wo 17,000 Gefangene ihren Tod fanden
erinnerte mich sehr an Auschwitz. Menschen wurden schlechter als Vieh
behandelt und zum Teil grausam mishandelt und anschliessend auf den
sogenannten "Killing Fields" vor den toren der Stadt umgebracht (meinstens
erschlagen, um Munition zu sparen).
Fast 30 Jahre nach dem Ende des Regimes steht nur einer der Hauptschuldigen
vor Gericht: Deuch, der viele Jahre an der Grenze zu Thailand untertauchte.
Dort wurde er Christ und stellte sich 1999 den Behörden. Nun bekennt er sich
zu seinen Taten und übernimmt volle Verantwortung. Gott hat ihm vergeben,
aber ob die angehörigen derjenigen, die er umbrachte, ihm auch vergeben
können, ist fraglich. Das Wort Vergebung bekommt hier in Kambodscha eine
besondere Bedeutung.

Donnerstag, 17. Januar 2008

Kein Strom in Kambodscha

Der Kurs hat gut angefangen. Wir haben eine bunte Gruppe aus vielen
verschiedenen Ländern. Für mich ist das Unterrichten noch recht
herausfordernd, da ich bei manchen Unterrichtseinheiten mich ganz neu hinein
denken muß. Am ersten Tag fiel auch gleich der Strom aus. So hatte meine
durchdachte PowerPoint Präsentation keine Verwendung :-( Diese Begebenheiten
"halten und auf dem Boden" und lehren Flexibilität :-) Flexibel muss man als
Missionar in Asien auf jeden Fall sein!

Montag, 14. Januar 2008

Thailand vor 30 Jahren

Jetzt weiss ich auch mal, wie Thailand vor 30 Jahren aussah. Es wird immer wieder gesagt, das Kambodscha heute so aussieht.
Mit 3 1/2 Stunden Verspätung kamen wir um fast Mitternacht in Phnom Penh an. Tiefe Schlaglöcher musste unser Taxifahrer ersteinmal bewältigen, um vom Flughafen aus zu dem Büro der OMF/ÜMG zu kommen.
Eine bunt gemischte Gruppe bestehend aus Missionaren mehrer Missionswerke sind bei diesem Kurs vertreten. Es ist sehr interessant, auch mal Leute anderer Werke kennenzulernen. Heute waren wir Geldwechseln in der Stadt. Ein unglaubliches Abenteuer in einem Land, wo man fast überall mit US Dollar bezahlen kann. Ein US Dollar sind ungefähr 3800 Riel. Ach ja, Münzen gibt es hier nicht. Nur Papiergeld...

Sonntag, 13. Januar 2008

Kambodscha

Was verbindet ihr mit Kambodscha? Massenvernichtung ähnlich wie unter Hitler; Angkor Wat, eine monumentale Tempelruine;...
Heute Nachmittag fliege ich für zwei wochen nach PhnomPhen, um dort einen Pre-Home-Assignment-Workshop durchzuführen. Über 20 Teilnehmer haben sich angemeldet.
Bitte betet für Raphaela und die Kinder, die während der Zeit in Bangkok zurück bleiben. Wir sind dankbar, dass in wenigen Tagen Raphaelas Eltern zu ihrer Verstärkung nach Bangkok kommen.
Betet bitte auch für Bewahrung, Weisheit und Kraft bei der Durchführung des Kurses. Herzlichen Dank! Ich melde mich dann wieder von dort...

Freitag, 4. Januar 2008

Ich lebe, und Ihr...

sollt auch leben! (Jahreslosung für 2008)
Jesus gibt Leben. Aber nicht nur Leben, was so vor sich hinplätschert! Nein, dieses Leben sprudelt nur so!

Wie oft schauen wir "über" Bangkok und sind traurig, dass nur so wenige dieses Leben hier haben wollen...

Mittwoch, 2. Januar 2008

Weihnachsfeier in der Rodanankirche














Mit viel Getöse und Spass, aber mit guten, tiefgehenden Gedanken zwischendurch feiertete die Rodanankirche Weihnachten. Hauptsächlich die Jugendlichen waren bei Vorbereitung und Durchführung des Abends beteiligt. Für uns persönlich war das natürlich sehr ermutigend, da einige von ihnen jahrelang in unserer Wagenheber-WG gewohnt haben und noch immer bei "der Sache" sind.
Dam und Tawii führten durch das Programm. Und auch hier sind wir dankbar, wie Gott Menschenherzen verändert hat: Lange Zeit kamen die Beiden nicht miteinander zurecht. Und nun beide auf der Bühne zu sehen und sich gegenseitig ergänzend, war das i-tüpfelchen des Abends.

Posted by Picasa

Holighausens in Bangkok 2008

Warum Mission?