Blog der Familie Holighaus

Herzlich Willkommen!

(Neuste Einträge in unser Tagebuch immer sofort in eurem Computer. Wie das geht, erfahrt ihr hier.)

Ach ja... und aktuelle Bilder gibts immer mal wieder hier.

Mittwoch, 24. September 2008

Neuer Regierungschef in Thailand

Thailand hat also wieder einen neuen Regierungschef. Vielleicht habt ihr das schon mitbekommen.
Somchai heisst er diesmal. Wir sind alle sehr gespannt, wie lange sich der Neue halten kann. Diese Frage stellte sich auf jeden Fall die Presse am Tag nach der Nominierung. Interessanterweise hat die Regierungspartei Somchai für das Amt nominiert, obwohl er ein Schwager des ehemaligen Premierministers Thaksin ist. Mit dem Militärputsch gegen Thaksins Regierung hatte vor zwei Jahren alles angefangen.
Das Land braucht weiterhin unser Gebet!

Ein Dorf in Burma

Draußen im Flussdelta, wo der Zyklon 'Nargis' besonders schwer wütete, gibt es ein kleines Dorf. Vor dem Sturm lebten dort 400 Menschen in ihren Häusern. Es gab eine Kirche, Boote, Reisfelder und Büffel, die bei der Feldarbeit halfen.
Nach dem Sturm stand nur noch ein Gebäude – nämlich die Kirche, in der viele Menschen Schutz gesucht hatten. 250 Einwohner haben überlebt. Wie durch ein Wunder ist auch ein einziges Boot unversehrt geblieben.
In den ersten drei Tagen nach der Katastrophe aßen die Überlebenden Kokosnüsse und tranken die Kokosnussmilch. Sie nutzten das Boot um in die nächste Stadt zu gelangen und Wasser zu kaufen. Wenn nichts weiter hinzugeladen wird, kann das Boot 3 große Flaschen mit je 20 Litern Wasser tragen. Jeden Tag fährt das Boot in die Stadt, um die Menschen mit Wasser zu versorgen. Und jeden Abend teilt der Pastor gewissenhaft die 60 Liter Wasser unter den 250 Menschen auf.
Salziges Meerwasser hat die Reisfelder und die Wasserläufe überflutet. Daher ist es nicht möglich, das Wasser durch Abkochen genießbar zu machen. Die Menschen habe Reis angepflanzt, doch ob es eine Ernte geben wird ist ungewiss – der Salzgehalt des Bodens ist sehr stark angestiegen.

- Betet für den andauernden Wiederaufbau. Denkt an die, denen es immer noch an Nahrung, Wasser und Unterkunft fehlt.
- Betet mit für die Familien, die um Angehörige trauern. Betet darum, dass sie Gottes Liebe erfahren.
- Betet für die täglichen christlichen Radiosendungen, damit die Botschaft auf eine Art weitergegeben wird, die die Buddhisten verstehen.
- Längst hat sich die Weltöffentlichkeit anderen Ereignissen zugewandt. Betet darum, dass Gott Euch ein brennendes Herz für das Gebet für die Bamar in Myanmar gibt.

Dienstag, 23. September 2008

Schlangenalarm

In Thailand ist alles möglich. Gestern hatten wir einen Gast auf der Rückfahrt nach Bangkok. Mindestens eine Stunde lang war er (oder soll ich besser sagen "sie") mit uns im Auto. Ob sie immer noch im Auto ist? Keine Ahnung... Wir haben mit der Taschenlampe geleuchtet und einige Deckel und Verkleidungen aufgeschraubt. Leider haben wir unseren Gast nicht mehr gefunden... Oder war das vielleicht gut so? Wie auch immer, sie ist über Nacht in Huahin in unser Auto "eingestiegen" und kam dann erst nach über 100 km zum Vorschein. Ganz kurz war sie nur zu sehen, aber das hat gereicht, uns einen gehörigen Schrecken zu versetzen. Die Rede ist von einer Schlange, die mit uns nach Bangkok wollte. Und wie gesagt, wir haben sie nicht aussteigen sehen...

Montag, 15. September 2008

James Hudson Taylor IV in Deutschland

James Hudson Taylor IV, der Urenkel des bekannten Chinamissionars und Gründer der ÜMG, kommt nach Deutschland. Das ERF hat ihn schon eingeladen und auch bei einer Sendung des Bibel TV wird er dabei sein. Leider sind wir in Thailand, aber ihr habt die Chance, ihn zu sehen. Hier gibts mehr Infos: www.studientag-china.de

Zum Nachdenken

Die Frage nach dem Tod und dem Ziel im Leben beschäftigt die Menschheit seit Anbeginn. Wie gehen wir damit um?
 
In der letzten Zeit wurden wir mit insgesamt vier Todesfällen konfrontiert:
1. Ein Urlauber ertrank, während wir Anfang des Jahres Urlaub auf einer Insel (Koh Chang) machten. Wir waren vor Ort als es passierte und anschliessend im engen Kontakt mit den Hinterbliebenen. Ich übersetzte und wir alle halfen, wo wir konnten.
2. Vor wenigen Wochen wurde ein Rucksackreisender aus Vietnam nach Bangkok evakuiert. Er hatte eine Hirnhautentzündung und lag eine Zeit im Koma, bevor er während des Überführungsfluges in die Schweiz verstarb. Die Mutter war vorher für einige Tage im Gästehaus der OMF hier in Bangkok.
3. Vor vier Wochen wurde der Sohn von OMF Missionaren nach Bangkok evakuiert. Die Familie arbeitete in Kambodscha. Vier Wochen lang rangen wir um das Leben ihres 17jährigen Sohnes. Letzte Nacht verstarb er, nachdem er nicht wieder aus dem Koma erwacht war.
4. Eine Frau, die in China arbeitete, kam vor gut einer Woche nach Bangkok, um hier operiert zu werden. Knapp eine Woche nach der normal verlaufenden OP brach sie im Gästehaus der OMF während einer Gebetsgemeinschaft zusammen. Sie starb kurze Zeit später im Krankenhaus an einer Lungenembolie. Sie hinterlässt einen Mann und sechs Kinder, die wir am Wochenende im Gästehaus betreuten! Gerade mal fünf Wochen waren sie in China, um Gott dort zu dienen...
 
Die ersten beiden der vier oben aufgeführten Familien kennen Jesus nicht als ihren Retter.
 
Diese Geschehnisse haben uns sehr beschäftigt in den letzten Tagen. Was sagen wir zu den Hinterbliebenen? Was hilft wirklich?
Eine lebendige Hoffnung, die wir Christen in Jesus gefunden haben, ist mehr Wert als alles andere auf dieser Welt!
Danke, wenn ihr im Gebet an die oben erwähnten Familien denkt!
 
 

Mittwoch, 10. September 2008

Premierminister des Amtes enthoben

In Thailand geht es weiterhin kunterbunt zu... Nun ist Premierminister Samak seines Amtes enthoben worden. Warum? Er hat im Fernsehn gekocht! Ja, gekocht! Ok, nicht das Kochen war das Problem, sondern dass er ein Honorar dafür genommen hat. Und das hätte er als Premier nicht machen dürfen. Das thailändische Gesetz verbietet das.
Aber das scheint noch keine endgültige Lösung des Konfliktes zu sein, denn die regierende Partei will Samak wiederwählen... Wir hoffen und beten weiter, das sich die angespannte Lage in Thailand bald klärt.

Dienstag, 2. September 2008

Ausnahmezustand in Bangkok

Vorweg einmal die Info, dass es uns (den Mitarbeitern der OMF in Bangkok) gut geht und eigentlich überhaupt nichts von den Unruhen mitbekommen. Die Unruheherde sind in einem anderen Stadtteil.
Yvonne Holley, unsere Feldkrankenschwester, steckte für zwei Nächte in Südthailand fest, weil Demonstranten den Flughafen blockiert hatten und kein Flugzeug starten konnte.
 
Angefangen hatte es ja eigenlich alles mit dem Militärputsch vor zwei Jahren. Damals wurde der Premierminister Tha_ksin gestürzt und das Militär übernahm für eine kurze Zeit die Macht. Dann aber gab es Neuwahlen. Die Partei Tha_ksins wurde aufgelöst. Wenig später entstand eine neue Partei, allerdings mit den gleichen Schlüsselpersonen. Und das hat natürlich zu Aufruhr geführt, weil in den Augen der Bevölkerung sich nicht viel geändert hat und die momentane Regierung nur "Marionetten" der alten Regierung sind.
Tha_ksin ist nun übrigens in England und beantragt Asyl. Er ist nach den Olympischen Spielen nicht wieder nach Bangkok gekommen (wo er wegen Korruption angeklagt wird), sondern direkt nach London geflüchtet.
 
Vor gut einer Woche besetzten die Anhänger der P A D (People's Alliance for Democracy) das Regierungsgebäude und fordern den Rücktritt der Regierung von Ministerpräsident Samak Sundaravej.
 
Da sich die Proteste seit dem immer weiter ausweiteten und es leider vor ein paar Stunden zu einem ersten Todesfall gekommen ist, wurde der Ausnahmezustand über Bangkok verhängt.
 
Wo das hin führt, weiss im Moment keiner so genau. Solange beide Seiten sich gegenseitig die Zähne fletschen, kann es keine Einigung geben. Hoffen und Beten wir, dass die brutalen Unruhen auf Bangkoks Strassen sich nicht weiter ausweiten.
Unterm Strich ist das für Thailand sehr schwierig, denn Thailand kann so nicht weiterkommen. Und ein geschicktes Händchen in der Politik ist im Moment dringend nötig, weil das Land viele Probleme hat. Unter anderem die Bekämpfung der schnell steigenden Lebenshaltungskosten.

Holighausens in Bangkok 2008

Warum Mission?