Blog der Familie Holighaus

Herzlich Willkommen!

(Neuste Einträge in unser Tagebuch immer sofort in eurem Computer. Wie das geht, erfahrt ihr hier.)

Ach ja... und aktuelle Bilder gibts immer mal wieder hier.

Mittwoch, 22. Dezember 2010

Weihnachtssingen

Gerade sind wir vom Weihnachtssingen zurückgekommen. Mit Kerzen ziehen wir von Haus zu Haus unserer einheimischen Mitarbeiter und singen Weihnachtslieder auf Thailändisch. Manche der Mitarbeiter leben unter sehr ärmlichen Verhältnissen und es ist eine Attraktion für die Nachbarn, wenn sie Besuch von Ausländern bekommen. Die Hunde bellen unaufhörlich, doch sie lassen sich meistens von den Melodien der Weihnachtslieder beruhigen. Vor den Häusern werden Lieder gesungen und für die Familie gebetet. Diese Segensgebete schätzen die Meisten sehr, obwohl sie noch Buddhisten sind. Anschliessend gibt es Getränke und Knabbereien für alle. Bis alle Häuser abgeklappert sind, kann es schon mal Mitternacht werden. Simon und Joel waren diesmal auch mit dabei und wollen nächstes Jahr auf jeden Fall wieder mit, vermutlich wegen der vielen Süssigkeiten.
Vielen Dank für eure Interesse an unserer Arbeit in Bangkok! Frohe Weihnachten und ein gesegnetes Neues Jahr!

Freitag, 17. Dezember 2010

Mittwoch, 8. Dezember 2010

Coaching Kurs

Als ich vor einigen Jahren meine Ausbildung als Coach abschloss, fragte ich mich, wie ich Coaching Training in die OMF/ÜMG einbringen kann. Bei einer so grossen Organisation nicht ganz einfach...
Lange Rede, kurzer Sinn; Heute geginnt der erste Kurs, den ein Kollege aus den USA und ich in eigener Regie durchführen. Teilnehmer aus mehreren Ländern sind angereist.
Ein Meilenstein, für den ich sehr dankbar bin!

Freitag, 26. November 2010

Neue Telefonnummer

ACHTUNG: Wir haben eine neue Telefonnummer für unser Internettelefon (natürlich zum deutschen Ortstarif: 02770-9199809)!

Montag, 22. November 2010


Emily - six months old
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Dienstag, 19. Oktober 2010

Überschwemmungen

Lopburi ist an vielen Stellen überflutet. Das Wasser steht so hoch wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Wir haben in dieser Stadt in Zentralthailand ein Jahr lang Sprache gelernt, aber niemals so etwas erlebt. Gerade einige neue Missionare sind von den Überschwemmungen betroffen. In einigen der Häusern steht das Wasser fast einen Meter hoch. Eine holländische Familie ist noch nichtmal einen Monat im Land. Sie versuchen sich in Thailand einzuleben. Mit drei Kindern in dieser Sitaution nicht einfach. Bitte betet für die betroffenen Missionare, dass sie trotz dieser Herausforderung ein Zeugnis für Jesus sein können.

Männer

Ich bin gerade von einer Männerfreizeit unserer Gemeinde zurückgekommen. Echt genial. Es war sehr ermutigend, offen über Probleme zu reden, sich gegenseitig zu ermutigen und gemeinsam im Glauben zu wachsen. Es war mal wieder sehr international. Ich war mit einem Neuseeländer im Zimmer, der eigentlich aus Kambodscha kommt. Seine Eltern sind unter der Schreckensherrschaft der Roten Khmer vor vielen Jahren geflohen. Heute lebt er in Thailand und hat eine Frau aus Malaysia. Wo ist er eigentlich Zuhause? Er weiss es nicht...
Dann hatte ich zwei Pakistanies in der Kleingruppe, die aus ihrem Heimatland geflohen sind. Muslime haben ihr Haus und ihre Kirche angezündet. Der Schock sitzt immer noch in den Knochen während er mir seine Brandwunden am Arm zeigt. Einige seiner Familienangehörigen sind bei den Anschlägen ums Leben gekommen. In all dem klammert er sich an Jesus, der unser Leben in seinen Händen hält. Wissen wir aus dem Westen eigentlich, was es bedeutet, Jesus als Hirten zu haben, der auf uns aufpasst? Meine zwei pakistanischen Freunde haben das an ihrem eigenen Leib erfahren.
So war es eine sehr ermutigende Zeit, wo ich auch geistlich auftanken konnte. Das Thema war: "Hast du das Leben?" Eine Frage, der ich mich immer wieder neu stellen will.

Freitag, 8. Oktober 2010

Wachsen, blühen, reifen

Herzliche Einladung zum...

Herbst-Missionsfest

30.-31.10.2010 in Mücke: "Wachsen, blühen, reifen"

Weltweites Gemeindewachstum im 21. Jahrhundert

Referent: Prof. Dr. Thomas Schirrmacher, Bonn

Hier finden Sie das Programm als PDF

Fragen Sie sich, ob das Evangelium in unserer Zeit überhaupt eine Zukunft hat?

An diesem Wochenende wollen wir uns auf einen Aussichtsturm begeben und Rückblick, Rundblick und Ausblick halten. Lassen Sie sich in das Wachsen und Blühen der weltweiten Gemeinde Gottes mit hineinnehmen. Wir haben einen Gott, über den man staunen kann! Durch ihn wird das Herbstmissionsfest zu einer Ermutigungskonferenz für uns alle!

Kommen Sie selber und bringen Sie andere aus Ihrer Gemeinde mit.

Samstag, 30.10.2010

16.00 Uhr: Eröffnung: Gott baut sein Reich. Lektionen aus der Vergangenheit

19.30 Uhr: Gebet für Brennpunkte dieser Erde

Sonntag, 17.01.2010

9.30 Uhr: Missionsgottesdienst. Impulse aus dem Römerbrief

Musik, Zeugnisse und Vorstellung neuer Mitarbeiter

11:15 Uhr: Mission live

Gott baut sein Reich...

... in Taiwan (B. Glaw, B. Harr)
...in der islamischen Welt
...in Japan (C. Stöckle)
...in Kambodscha (Familie Wiebe)

Alternativ in der Halle:

Seminar: Islam und Christentum – wie sie wachsen. (Dr. Thomas Schirrmacher)

14.00 Uhr: Missionsfest "Globale Trends im 21. Jahrhundert"

Aussendung von Mitarbeitern nach Asien

Freitag, 17. September 2010

Hunde

Obwohl wir keinen eigenen Hund haben, kreuzen die Vierbeiner in letzter Zeit öfter unseren Alltag.
Wie manche von euch wissen, gibt es in Bangkok unzählige Strassenhunde. Viele sind krank und verkrüppelt. Eine kleine Welpe lief vor einigen Monaten hinter einer Kollegin her und wollte partout nicht umkehren. Um es kurz zu machen... nach etlichen Fahrten zum Tierarzt um Flöhe und andere Krankheiten los zu werden und nach einer eher unruhigen Eingewöhnungsphase haben wir einen neuen Hund auf dem OMF Gelände. Toffee, wie wir sie genannt haben, gehört mittlerweile zum festen Bestandteil des Geländes um das Büro.
In der Schule engagieren sich die Erstklässler (und somit Joel) gerade um solche Strassenhunde. So soll jeder Schüler Futter für ein Tierheim als Geschenk mitbringen. Nur gut, dass auch immer wieder eine christliche Stiftung für Behinderte eingeladen wird und die Schule auch in diese Richtung hilft. In dieser Megastadt, wo so viel Not herrscht, würden wir es nicht gut finden, wenn sich Hilfe nur auf leidende Vierbeiner konzentrieren würde.
Den "krönenden" Abschluss der Woche gab dann ein nicht so schönes Erlebnis gestern Abend: Ich, Matthias war mit Simon und Joel zu Fuss unterwegs zu einem Markt. Während wir staunend an den Hochhäusern emporschauten, stieß Simon mit einem schlafenden Hund zusammen. Klar, wenn die Augen oben sind, können sie ja nicht vor einem sein :-)  Der Hund drehte sich um und schnappte nach Simons Bein. Erschrocken und mit eingezogenem Schwanz lief er davon. Dummerweise kam etwas Blut aus der Kratzwunde, weshalb wir dann erstmal ins Krankenhaus mussten, um die Wunde zu säubern (Hundebisse können sehr unangenehme Entzündungen hervorrufen) und die Tollwutimpfung aufzufrischen. In Bangkok muss man eben mit allem rechnen...

Donnerstag, 2. September 2010

Stille in Bangkok?

Stille und Bangkok. Zwei Welten treffen aufeinander. Während ich hier
vorm Haus sitze und die Stille suche, höre ich allerlei Geräusche aus
der Nachbarschaft. Alle machen sich bereit, um sich in den Trubel der
Stadt zu stürzen. Es ist halb Acht und die Kinder sind auf dem Weg zur
Schule. Gleich muss ich los, um mich selbst in den Trubel des Alltags
zu stürzen. Mein Büro ist eigentlich recht ruhig. Aber kommt es nur
auf Geräusche von aussen an?
Wenn wir unseren Alltag in Gottes fähige Hände legen, dann bekommen
wir im Gegenzug eine innere Ruhe geschenkt, die nur Gott geben kann!
"Seid stille und erkennt, dass ich Gott bin." Ps. 46,10

Mittwoch, 25. August 2010

Länder

Das hat mich nachdenklich gestimmt:
Malaysia, Burma, Laos, Kambodscha sind die Nachbarländer Thailands. In allen diesen Ländern ist Missionarbeit verboten. Aber in allen diesen Ländern gibt es proportional mehr Christen als in Thailand. Thailand braucht mehr Leute, welche die Gute Nachricht hier weitergeben und etwas Licht ins Dunkel bringen!

Montag, 9. August 2010

Urlaub

Wir geniesen gerade unseren Urlaub in Südthailand (Prajuab). Das kühle Wetter (yeah!! Es regnet fast jeden Tag!!) und die lieben Freunde um uns herum machen diesen Urlaub echt besonders schön...

Sonntag, 1. August 2010

Käse

Unsere ganze Familie liebt Käse. Liebe Freunde haben uns guten Käse
aus der Heimat mitgebracht. Simon: "Hmm, der stinkt aber gut!"

Mittwoch, 21. Juli 2010

Personalentwicklungsgespräche

Wow, was für ein Wort!! Aber das ist es eben, was ich im Moment öfter mache. Immer wieder habe ich die Möglichkeit, mich mit Kollegen zu treffen, um gemeinsam über ihre Arbeit und ihren Alltag zu reflektieren. Ich bin reich beschenkt, dass ich diese Möglichkeit habe, auf diese Weise Anteil an ihrem Leben zu nehmen.
Gemeinsam suchen wir nach Wegen, um in einzelnen Lebensbereichen vorwärts zu kommen und zu wachsen. Deshalb: Personalentwicklungsgespräche :-)

Montag, 5. Juli 2010

Mittwoch, 30. Juni 2010

Thiland Update

Noch vor einem Monat war Thailand rund um die Welt in den Medien vertreten. Als die Brände verloschen, schwenkte auch die Aufmerksamkeit der Medien in andere Teile der Welt.
Aber Thailand braucht immer noch unser Gebet!
Noch immer ist Thailand politisch gespalten. Die Wörter „Gerechtigkeit" und „Versöhnung" sind oft in den Zeitungen zu finden. Leider ist das Illusion, denn wahre Versöhnung kommt von Gott und in Jesus werden Mauern und Grenzen niedergerissen.
Thais sind offen für Christliche Impulse. Die Regierung gibt nach wie vor Visas an Missionare. Bitte betet, das wir (die ÜMG/OMF) die freien Visas, die wir von der Regierung bekommen haben, mit Mitarbeitern füllen können. Wir könnten sofort 50 neue Missionare gebrauchen, um der vielen Möglichkeiten zum Evangelisieren gerecht zu werden.
(in Anlehnung an einen Artikel von Mark Leighton)

Sonntag, 13. Juni 2010

Emily - eine Woche alt


Emily, eine Woche alt! Da schmiltzt sogar ein Vaterherz!
Hier gibts mehr Bilder.
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Es ist möglich!


Nach 11 Jahren Thailand haben wir uns endlich einen vernünftigen Grill geleistet. Und tatsächlich... Es ist möglich auch in Thailand bei großer Hitze Spass am Grillen zu haben!
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Samstag, 5. Juni 2010

Emily Sophie

Herzlich Willkommen in unserer Familie, Emily Sophie!! Wir freuen uns sehr über dich!
Wir sind deinem Schöpfer sehr dankbar, der mal wieder gezeigt hat, was er kann! Super!

Hier gibts erste Bilder: http://picasaweb.google.co.uk/holighaus/GeburtEmilySophie?feat=directlink

Mittwoch, 19. Mai 2010

Vor 20 Jahren

Ich sehe noch genau die Demonstranten vor mir, die um einen brennenden umgestürzten Lastwagen jubeln. In Kathmandu war Ausgangssperre verhängt worden, weil die Kommunisten für Revolten im Land sorgten. Und ich war mitten drin. Ich war zu einem Kurzzeiteinsatz mit OM für vier Wochen im Land. Am letzten Tag spitzte sich die Lage zu. Überall Demonstrationen und Strassensperren. Ausserdem wurde jedes Auto mit Steinen beworfen. Wir versuchten uns mit einem Minibus zum Flughafen durchzuschlagen, der glücklicherweise noch nicht geschlossen war.
Die Strasse vor uns war also blockiert. Wir fuhren langsam heran und eine Missionarin stieg aus, lief in die Richtung der Demonstranten um zu erkunden, ob eine Durchfahrt zum Flughafen möglich sei. Als die Missionarin 30 Meter vor dem Minibus war, schwenkte der Mob genau auf uns zu. In Panik drehte unser Fahrer mitten auf der Strasse um. Er fuhr los und gerade noch sprang die Missionarin in die offene Tür des Minibuses. Durch kleine Gassen und Schlupfwinkel erreichten wir schließlich den Flughafen.
Erleichtert saß ich wenige Stunden später in der Maschine, die mich ausser Landes brachte. "Danke Jesus!"
20 Jahre später gehen meine Erinnerungen unfreiwillig wieder zurück an jenen Tag im März 1990.
Psalm 37,3

Montag, 17. Mai 2010

Kinder im Schlachtfeld

Gemeindeglieder einer Gemeinde in der Innenstadt Bangkoks wohnen
direkt in der Kampfzone. Als der Bereich wegen den Kämpfen abgeriegelt
wurde, waren die Eltern auf der Arbeit und die Kinder Zuhause. Nun
sind die Kinder noch immer in der Wohnung allein, da die Eltern
während den zum Teil heftigen Kämpfen daran gehindert werden, in ihre
Wohnung zurückzukehren. Bitte betet für Bewahrung der ganzen Familie.

Sonntag, 16. Mai 2010

Wie es uns geht?

... werden sich vielleicht manche von euch fragen. Uns geht es gut und
wir bekommen fast nichts von den Unruhen mit. Die Anfahrt zu unserer
Gemeinde ist blockiert und so wurde heute der Gottesdienst abgesagt.
Wie ich schon geschrieben habe, war das Land kurz vor einem Durchbruch
Richtung Frieden. Doch die Rothemden haben das Angebot der Regierung
nicht akzeptiert. Oder besser gesagt, ein Teil der Rothemden hat es
nicht akzeptiert, da die Rothemden gespalten sind.
Wir hoffen und beten, dass sich der Konflikt bald löst und Normalität
einkehren kann.
Wir beten aber auch, dass Gott diese Situation nutzt um etwas Gutes
daraus zu machen; Für die Menschen und für das Land.

Donnerstag, 13. Mai 2010

Ist das der Anfang?

Schüsse und Explosionen wurden berichtet. Die Armee rückt vor und
bereitet sich gepanzerten Fahrzeugen darauf vor, die Proteste der
Rothemden aufzulösen.
Und gerade bekommen wir die Nachricht, dass ein einflussreicher Führer
der Rothemden von einem Scharfschützen gezielt in den Kopf geschossen
wurde. Nachdem die Regierung vor ca. einer Woche einen Friedensplan
vorlegte, atmeten viele auf. Frieden war greifbar nahe. Doch die
Rothemden sind in sich gespalten und nahmen in zähen Verhandlungen den
Friedenplan der Regierung nicht an.
Und nun stehen alle Zeichen auf Konfrontation. Die Armee hat die
betroffenen Strassenzüge abgeriegelt. Viele unserer Freunde, die in
dem betroffenen Gebiet wohnen, haben ihre Wohnungen verlassen. Auch
Strom und Wasser soll abgestellt und Handysignale gestört werden. Nur
Gott weiß, was die kommenden Stunden mit sich bringen...

Mittwoch, 12. Mai 2010

Abschied

Gerade haben wir vernommen, dass meine geliebte Großmutter gestorben ist. Sie steht nun vor Jesus, unserm wunderbaren Herrn. Sie hat Ihm zu Lebzeiten nachfolgen dürfen und ihre Hoffnung und Freude in Ihm gefunden. Er hat ihr Leben reich gemacht, auch wenn ihr Leben manchmal nicht leicht war. 84 ist sie geworden. Die letzten Tage waren für sie eine Qual.
An vielen wunderschönen Kindheitserinnerungen darf ich mich festhalten: Die gemeinsame Zeit auf dem Kartoffelacker oder die Scheune voller Stroh zum Toben. Ihr Winken hinterm Fenster zum Abschied nach einem Sonntagnachmittagsbesuch und ihr Lachen über die "Dummheiten" ihrer Urenkel. Das Zusammensein mit ihr war immer ein Höhepunkt.
Oma Gerda, wir werden dich wieder sehen! Darauf freuen wir uns!

Rekordhitze

Es ist unglaublich heiss! Bei Temperaturen von fast 40 Grad schwitzen
wir wie noch nie zuvor in unseren 11 Jahren Thailand. Die täglichen
Hausaufgaben der Kinder werden nur mit viel Unlust und Mühe beendet.
Besorgungen in der Stadt haben wir erstmal verschoben und Raphaela in
ihrer Schwangerschaft kann es kaum erwarten, bis diese Hitzewelle
vorbei ist. Diese Situation zehrt sehr an unseren Kräften.
Wir sind gespannt, wie lange die ersehnte Regenzeit in diesem Jahr auf
sich warten lässt...

Mittwoch, 28. April 2010

Vor unser Haustüre

Gerade eben haben sich Rothemden und Soldaten wieder eine blutige Schlacht geliefert. 18 Menschen wurden verletzt, ein Soldat starb. Was diesmal anders war als sonst war, dass es nur wenige Kilometer von uns entfernt war. Die Strassen waren gesperrt und es herrschte Chaos. Einer unserer Büromitarbeiter war in der Gegend, als die Kämpfe ausbrachen. Lange Zeit blieb er in einem Einkaufszentrum stecken, bevor er den Heimweg antreten konnte. Interessant fand ich, dass gerade, als die Kämpfe am intensivsten waren, ein tropischer Regenschauer niederging, der die Demonstranten zur Aufgabe zwang. Diese traten kurz danach den Rückzug zu ihrem Lager in der Innenstadt an.
Wie auch immer, wir bekommen direkt nicht so viel davon mit. Ausser, dass ich heute morgen mal ein "Rothemd" in unserer kleinen Strasse angetroffen habe. Er sah ziemlich müde aus und brauchte erstmal eine Pause vom wochenlangen campieren in der Innenstadt...

Montag, 26. April 2010

Update aus Bangkok

Die Rothemden haben gestern die Strategie geändert. Nun tragen sie nicht mehr rot, sondern alle Farben, um Strassensperren einfacher zu passieren. Die Situation ist angespannt und es reicht vermutlich ein kleiner Funke, um das explosive Gemisch aus Rothemden, Gelbhemden und Militär explodieren zu lassen. Die Rothemden belagern seit Wochen einen Teil der Einkaufsmeile Bangkoks. Ganze Einkaufszentren haben geschlossen und Hotels haben ihren Betrieb vorübergehend eingestellt. In den letzten Tagen wurden vermehrt Gruppen beobachtet, die sich spontan zusammen taten und gegen die Demonstranten protestierten. Und seit Granten in eine belebte Geschäftsstraße eingeschlagen sind, fühlt sich so manchen Bangkokianer nicht mehr sicher.
Auch beim Militär gibt es bedenkliche Entwicklungen: So reden immer mehr von den sogenannten Wassermelonensoldaten, aussen Grün, innen Rot.
Ausserdem ist das Volk verunsichert über die schwarzen Killer, die während der Konfrontationen vor zwei Wochen, im Durcheinander der Gefechte gezielt Menschen mit Hi-Tech Waffen hingerichtet haben. Nur so ist die hohe Zahl der Opfer zu erklären. Diese Schwarzmaskierten sind von irgendeiner Seite beauftragt worden, im Chaos Menschen zu töten. Allerdings ist nicht bekannt, wer diese Killer beauftragt hat und wer von der hohen Opferzahl provitiert: Eine dritte Partei? (Wenn Rot und Gelb an Popularität verlieren, gewinnt logischerweise eine dritte Partei.) Oder stecken Drahtzieher aus dem Ausland dahinter, die Thailand schwächen wollen? (Inmitten blutigen Auseinandersetzungen und der unsicheren politischen Zukunft investieren Firmen lieber in anderen Ländern Südostasiens und die Touristen ziehen weiter.) In Asien ist alles möglich. Niemand weiß, wer dahinter steckt und man beschuldigt sich gegenseitig.
Man merkt die Spannungen auch schon in Gegenden weit abseits der Demonstrationen. Neulich gab es eine politisch motivierte Schlägerei bei uns in der Nähe und bestimmte Läden werden gemieden, nur weil der Besitzer einer bestimmten Partei anhängt.
Eine militärische Auflösung der Belagerung durch die Rothemden wird die Probleme Thailands nicht lösen können. Zu tief ist der Graben zwischen den einzelnen Parteien. Und die Lage wird immer komplexer und undurchschaubarer.
Bitte betet weiter!

Donnerstag, 22. April 2010

Situation in Bangkok

Ein Artikel über die angespannte Lage in Bangkok:
http://www.tagesschau.de/ausland/thailand772.html
Danke für euer Gebet!

Sonntag, 11. April 2010

Situation in Bangkok

Nachdem es in Bangkok gestern Abend blutige Auseinandersetzungen gegeben hat, sind wir natürlich sehr bestürzt. Einige Wochen lang lag eine extreme Spannung über dem Land. Die politischen Gegner hatten Gewaltlosigkeit zugesagt, "fletschten aber mehrmals die Zähne" und drohten weitere Demos an, um die Regierung zu stürzen. Offensichtlich konnten aber einige Demonstranten diese Spannung nicht länger aushalten und warfen vor einigen Stunden Granaten in die gegenüberstehenden Reihen von Soldaten. Bitte betet für die Entwicklung der kommenden Stunden und Tage.
Wir sind gestern Morgen (wie schon vorher geplant) in Südthailand angekommen. Für eine Woche sind wir hier in Prajuab, um während den Schulferien der Hitze Bangkoks zu entkommen.

Mittwoch, 7. April 2010

Ausnahmezustand in Bangkok

Mit Leitern sind die Minister über die Zäune geflüchtet, als die
Rothemden das Regierungsgebäude stürmten.
So wurde mal wieder der Ausnahmezustand über Bangkok verhängt. Und
das Militär verweigert Befehle... Die Situation ist sehr gespannt und
die Verhandlungen festgefahren. So ist keine schnelle Lösung in Sicht.
Einige der größten Einkaufszentren mussten schon vor Tagen
schließen. Eine erneute harte Probe für das Land und die Wirtschaft,
da sich so langsam die negativen Folgen abzeichnen.

Donnerstag, 1. April 2010

Nichts Neues in Bangkok

Die Rothemden sind nach wie vor friedlich. Aber sie planen wieder eine Demo
für diesen Samstag. Wir hoffen und beten, dass es ruhig bleibt.
Es gab in der Zwischenzeit gemeinsame Gespräche der beiden Seiten, aber ohne
nennenswerte Ergebnisse. Die Regierung weigert sich nach wie vor
zurückzutreten. Sie ist allerdings mit vorgezogenen Neuwahlen in neun
Monaten einverstanden.
Die Sache ist sehr verfahren. Und es sieht so aus, als ob zumindest
politisch das Land zu einem Stillstand gekommen ist. Es ist eine unheimliche
Stille, die sehr viel mit dem König zu tun hat. Das ist eine komplexe
Geschichte, die ich aus Sicherheitsgründen hier nicht ausführen kann.
Bitte betet für die Menschen in diesem Land, die keine rechte Hoffnung auf
eine bessere Zukunft haben.

Dienstag, 16. März 2010

500 Ärzte und Krankenschwestern im Einsatz

Heute soll es Blut geben. Aber auf eine andere Weise, als man erwarten
würde... 100,000 Demonstranten sollen 1000 Liter Blut spenden, um dieses
dann vor den Regierungsgebäuden zu verspritzen. Dazu werden heute 500 Ärzte
und Krankenschwestern mobilisiert. Dadurch sollen Mitglieder der Regierung
auf dem Weg zur Arbeit über das Blut der Gegner laufen. Ein symbolischer
Akt, der sehr gemischte Reaktionen in der Bevölkerung hervorruft.
Wie dringend müssen die Beteiligten von dem Blut ihres Retters hören,
welches auch für sie vergossen wurde!

Samstag, 13. März 2010

Thailand kommt nicht zur Ruhe

Wir sind gespannt, wie sich die Situation in den nächsten 24 Stunden
entwickelt. Hunderttausende Anhänger der Opposition sind auf ihrem Vormarsch
in Richtung Bangkok. Ihr Ziel: Die Regierung zu stürzen. Die Anhänger des
gestürzten Premierministers Taksin tragen rote T-Shirts und wollen
Hauptverkehrsadern innerhalb Bangkoks am Wochenende lahmlegen. Nur gut, dass
wir keine Verpflichtungen haben und hier bei uns Zuhause gut aufgehoben
sind.
Bitte betet für einen friedlichen Ausgang des Konflikts!

Montag, 1. März 2010

Thailand... Unerreicht?

Wusstet ihr eigentlich, dass die Thailänder als unerreichtes Volk gelten?
Wir brauchen mehr Mitarbeiter, um das zu ändern!
http://tinyurl.com/y9rdg38

Mittwoch, 24. Februar 2010

76,6 Milliarden

Freitag (26.2.) ist der große Tag. Da entscheiden die thailändischen Richter
über 76,6 Milliarden Baht (1,6 Milliarden Euro). Der Besitzer ist der
frühere Premierminister Thaksin, der beschuldigt wird, einen Teil dieses
Vermögens unrechtmässig verdient zu haben. Wird Thaksin schuldig befunden,
könnten die Richter das Geld konfiszieren.
Das Land ist gespalten: Zum Teil pro Thaksin, zum Teil contra. Egal wie die
Richter entscheiden, Unruhen könnte es auf jeden Fall geben. Die Polizei und
das Militär sind in höchster Alarmbereitschaft.
Bitte betet, dass die Thailänder am Freitag einen kühlen Kopf behalten und
sich endlich für die schon lange angespannte politische Situation eine
friedliche Lösung findet.

Donnerstag, 11. Februar 2010

Neuer Rundbrief

Der neue Rundbrief ist fertig. Er kommt diesmal (ausnahmsweise) per Post
direkt aus Thailand. Aber hier kann er schon mal heruntergeladen werden:
http://www.holighaus-family.de/RD201002.pdf

Freitag, 5. Februar 2010

Mitarbeitermangel

Vor einigen Wochen habe ich geschrieben, dass unser zentraler Rechner im Buero abgestuerzt ist. Seitdem haben wir nun so manche Probleme mit dem Netzwerk. Diese Problembehebung kostet mich im Moment den groesten Teil meiner Zeit im Buero. Es ist unglaublich, was da so alles nicht funktionieren kann. Bei fast 20 Computern in unserem Buero koennte ich fast den ganzen Tag rennen und Probleme beseitigen. Aber das ist eigentlich nicht meine Hauptaufgabe. Aber es gibt niemanden, der diese Aufgabe im Moment uebernehmen kann. Und wenn es mit den Computern nicht funktioniert, dann koennt ihr euch bestimmt die Stimmung unserer Mitarbeiter vorstellen. Deshalb sind wir auf der Suche nach einem Mitarbeiter, der unser Netzwerk betreuen kann. Arbeit gibts genug... Von der alltaeglichen Problembeseitigung ueber Netzwerkadministration bis hin zu digitaler Medienbearbeitung ist alles dabei. Interesse? Auch Kurzzeiteinsaetze sind denkbar.  

Mittwoch, 13. Januar 2010

IT probleme

Hat irgend jemand von euch mal Linux (Ubuntu) statt Windows auf dem Computer benutzt? Nachdem wir letze Woche einen Server Crash hatten, überlegen wir nun unseren zentralen Computer im Büro, den wir übrigens brain (= Gehirn) nennen, auf Linux umzustellen. Freitag gehts los. Bin gespannt auf dieses Abenteuer... Ach ja, und dabei sparen wir gleich mehrere Tausend Euro, denn Linux ist kostenlos. Ist doch was, oder?

Mittwoch, 6. Januar 2010

Das Wetter spielt verrückt!

Mitten in der Kühlen Jahreszeit, wo es normalerweise überhaupt nicht regnet!! steht unsere Strasse vorm Haus unter Wasser. Nein, kein Wasserrohrbruch... Es ist vom Regen, der schon seit mehreren Stunden anhält. Unglaublich. El Ninjo oder was?

Freitag, 1. Januar 2010

Gedanken zum Neuen Jahr

Nun schreiben wir also das Jahr 2010. Es wird wohl wieder eine Weile
brauchen, um uns daran zu gewöhnen.
Ich sitze hier am grünblauen Meer in Südthailand. Wir verbringen hier gerade
unsere Familienferien. Ein netter Ort zum Reflektieren. So überlege ich
gerade, was das Neue Jahr so bringen mag. (Haben wir eigentlich auf dieser
Seite schon einmal erwähnt, das wir wieder schwanger sind und im Juni
Nachwuchs erwarten. Nein? Na... Dann wisst ihr es ja nun :)
Ich geniesse den klaren frischen Morgen, die kühle Luft, die sich langsam
von der aufgehenden Sonne erwärmt. Während ich hier sitze, bete und
Anbetungsmusik höre, schweifen meine Gedanken zu einem bestimmten Thema,
über das ich mir schon seit geraumer Zeit einige Sorgen mache. Unsicherheit
kommt auf während die Anbetungsmusik weiterspielt. Im Gebet ringe ich mit
diesen Gedanken, die meinen Blick auf die kommende Zeit vernebeln wollen. Es
ist nicht klar, was die Zukunft in Bezug auf dieses Thema bringen wird...
Die Musik spielt weiter. Meine Gedanken verdunkeln sich, aber die Musik
zeugt unaufhörlich von dem, der für uns sorgt. Von dem, der Gnade schenkt
und genau weiss, was wir brauchen. Die Sängerin lenkt meinen Blick auf
Jesus!
Wenn dunkle Gedanken Augenblicke meines Lebens bestimmen wollen, dann möchte
ich auf Jesus schauen. Denn Er weiss genau, was ich brauche und erhellt
meinen Alltag. Er sorgt und hat immer ein offenes Ohr für mich. Na, wenn das
mal kein ermutigender Start ins Neue Jahr ist!!
Das möchte ich von meiner Zeit hier am Strand mitnehmen: Auf Gott schauen,
wenn mir mal wieder alles zuviel wird. Wenn dunkle Wolken aufziehen.
Wie sagt man so schön: Loben zieht nach oben!
In diesem Sinne Euch allen ein gutes und gesegnetes Jahr 2009.

Holighausens in Bangkok 2008

Warum Mission?