Blog der Familie Holighaus

Herzlich Willkommen!

(Neuste Einträge in unser Tagebuch immer sofort in eurem Computer. Wie das geht, erfahrt ihr hier.)

Ach ja... und aktuelle Bilder gibts immer mal wieder hier.

Mittwoch, 30. März 2011

Unser Auto

Seit mehreren Wochen spinnt unser Auto. Letzte Woche haben wir ein sehr teures elektronisches Bauteil einbauen lassen und dachten, es wäre damit erledigt. Aber nun hat sich gezeigt, dass irgendwo noch ein Fehler sitzt, der einfach nicht zu finden ist. Das ist echt ein Kopfschmerz, da besonders Raphaela das Auto täglich braucht, um die Kinder zur Schule zu fahren. Morgen will noch noch einmal in die Werkstatt (zum fünften Mal wegen diesem Problem). Bitte betet, dass das Problem gefunden werden kann.

Montag, 14. März 2011

Japan und die OMF vor Ort

Liebe Freunde der ÜMG und der Mitarbeiter in Japan!

 

Die Lage in Japan ist besorgniserregend. Unsere Mitarbeiter sind alle unverletzt, aber tausende von Japanern haben das Erdbeben und den Tsunami nicht überlebt. Viele werden vermisst. Die Bilder aus Fernsehen und Internet lassen uns nur annähernd erahnen, was die Menschen dort jetzt durchmachen. Darüber hinaus ist die Lage in den Atomkraftwerken sehr unübersichtlich. Eine nukleare Strahlenbelastung scheint momentan nicht ernsthaft vorhanden zu sein. Dennoch fühlen wir sehr mit den Menschen, die in Ungewissheit und Angst leben. Als Christen wollen wir geistlich mit unseren Sorgen umgehen und die Menschen in Japan, aber auch unsere Mitarbeiter vor Gott erheben. IHM ist die Sache nicht aus der Hand geglitten!  

 

Der Krisenstab der ÜMG in Japan tagt regelmäßig. In der letzten Sitzung (14.03. nachmittags japanischer Zeit) wurden erneut alle verfügbaren Informationen zusammengetragen und ausgewertet. Von Vorteil ist dabei die langjährige Erfahrung unserer Mitarbeiter in Japan. Gerade in kritischen Zeiten wie diesen ist es wichtig, die Informationen durch die kulturelle Brille zu sehen und zu bewerten. Der Krisenstab kam zu dem Schluss zum momentanen Zeitpunkt keine Evakuierungen zu veranlassen. Die meisten Mitarbeiter wollen bis auf weiteres bei ihren japanischen Freunden ausharren und ihnen in der Stunde der Not beistehen. Paulus erinnert Timotheus (2. Tim 1,7), dass Gott uns nicht einen Geist der Furcht, sondern der Kraft, der Liebe und der Selbstdisziplin gibt. Lasst uns beten, dass weder wir, noch die Eltern unserer Mitarbeiter, noch die Mitarbeiter vor Ort von Angst getrieben werden. Im Gegenteil, möge Gottes Kraft und Liebe unsere Schritte lenken und mögen wir mit der nötigen Selbstdisziplin die Lage aus Gottes Hand entgegen nehmen.

 

Ich konnte heute wieder mehrmals mit dem Feldleiter, Wolfgang Langhans, in Tokyo telefonieren. Er und sein Team sind sich der großen Verantwortung bewusst und brauchen unser Gebet in dieser schweren Lage. Der Notfallplan sieht vor, dass bei akuter Gefahr zuerst Familien mit Kindern ausgeflogen werden sollen, danach die anderen Mitarbeiter. Falls nötig werden die ÜMG Mitarbeiter im ersten Schritt nach Sapporo auf Hokkaido evakuiert. Sollte das nicht ausreichen werden sie in ihr Heimatland ausgeflogen.

 

Unter den ca. 100 Mitarbeitern der internationalen ÜMG sind auch acht Deutsche. Neben Ehepaar Langhans in Tokyo (ca. 250km entfernt vom Geschehen), sind Angela Menzel und Familie Messer in Aomori (ca. 400 km entfernt) und Beatrix Neblung sowie Nora & Jörg-Peter Koch auf Hokkaido (ca. 800 km entfernt). Wir sind dankbar, dass es allen gut geht. Sie wirken in den skype und Telefongesprächen sehr gefasst und lassen liebe Grüße an alle Freunde in Deutschland ausrichten!

 

Viele Mitarbeiter der ÜMG und der anderen Missionswerke haben sich als freiwillige Helfer gemeldet. Die ersten Erkundungsteams sind bereits in mehrere der am schlimmsten betroffenen Gebiete aufgebrochen. ÜMG Japan und die Japan Evangelical Missionary Association (JEMA) (http://www.jema.org/joomla15/ oder http://www.crashjapan.com/) haben einen Sendai Earthquake Relief Fund eingerichtet. Alle ÜMG Büros nehmen Spenden für die Erdbebenopfer entgegen (Stichwort: Erdbeben Japan).

 

Nord Japan (die Gegend nördlich von Tokyo) wurde von unseren Mitarbeitern schon seit längerem als das geistlich bedürftigste Gebiet auf Honschu erkannt. Als eine der ganz wenigen Organisationen arbeitet die ÜMG dort seit längerem. Allein drei Ehepaare wirken in Sendai selbst. Beten Sie, dass trotz und vielleicht gerade durch diese Katastrophe Gottes Name dort ganz besonders verherrlicht wird!

 

Wir wollen Sie gerne weiter auf dem Laufenden halten, sobald wir nähere Einzelheiten wissen!  Und der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft, bewahre unsere Herzen und Sinne in Christus Jesus (Phil 4,7).

 

Mit lieben Segensgrüßen

Ihr Hans Walter Ritter

ÜMG Deutschland

Japan

Eine Kollegin von uns kommt aus Japan. Sie arbeitet im Gemeindeaufbau in Nordthailand. Gerade hat sie erfahren, dass das Haus ihrer Eltern bei dem schweren Erdbeben zum Teil zerstört wurde.
Bitte betet für die ganze Familie! Die Eltern sind noch keine Christen. Betet, dass Tomoko auch aus der Distanz eine Ermutigung für ihre Eltern sein kann. Sie plant, nächsten Monat nach Hause zu fliegen.

Samstag, 12. März 2011

Erinnerungen

Bei den Bildern von Japan, die im Moment in den Medien zu sehen sind, werden Erinnerungen wach. Über Monate und Jahre hinweg habe ich die Auswirkungen des Tsunamis von 2004 vor Ort miterlebt. Ich habe die Leute in der schwierigen Zeit nach der Katastrophe ein stückweit begleiten können und erlebt, wie herausfordernd es für die meisten Betroffenen war, wieder auf die Beine zu kommen. Hoffnungslosigkeit und unsagbares Leid prägte für lange Zeit den Alltag der Betroffenen.
Nun hat es Japan getroffen. Das beschäftigt mich sehr, weil dies der Anfang eines sehr schweren und zähen Weges für die Betroffenen ist. Lasst uns für Japan beten und helfen, wo wir können!

Holighausens in Bangkok 2008

Warum Mission?