Blog der Familie Holighaus

Herzlich Willkommen!

(Neuste Einträge in unser Tagebuch immer sofort in eurem Computer. Wie das geht, erfahrt ihr hier.)

Ach ja... und aktuelle Bilder gibts immer mal wieder hier.

Montag, 31. Oktober 2011

Die Reichen im Trockenen, die Armen überschwemmt

Ein interessanter Artikel des "Stern".
http://www.stern.de/panorama/flut-in-thailand-bangkoks-daemme-halten-den-wassermassen-stand-1745408-standard.html
P.S . Wir leben übrigens im Stadtteil Don Muang (Nordbangkok), der auch im Artikel erwähnt wird. Wir sind zwar teilweise überschwemmt, aber verglichen mit der Landbevölkerung sind wir reich...

Deich zerstört

Immer wieder zerstören wütende Bewohner die Deiche in ihrer Wohngegend, um zu versuchen, die Fluten strategisch in andere Richtungen umzuleiten (siehe Foto). Leider ist das nun genau in unserer Wohngegend zum wiederholten Male passiert. Deshalb hat es einen starken Anstieg der Wasserpegels in unserer Gegend gegeben. Zum Teil steht das Wasser mehr als einen Meter auf der Strasse. Ob Wasser in unserem Haus ist, wissen wir noch nicht.
(Foto: Bangkok Post)

Samstag, 29. Oktober 2011

Das unglaubliche Ausmass der Katastrophe


Bilder der Flut

Echt professionelle, leider auch erschreckende Bilder der Flut findet ihr hier:
http://www.theatlantic.com/infocus/2011/10/bangkok-underwater/100178/

(Daniel Berehulak /Getty Images)

Freitag, 28. Oktober 2011

Mal wieder steigt das Wasser

Innerhalb der nächsten 48 Stunden wird sich rausstellen, ob Wasser in unser Haus kommt oder nicht. Es steigt, denn für morgen Samstag wird ein neuer Höchststand angesagt. Danke für euer Gebet! Unser ganzer Stadtteil ist fast komplett lahmgelegt. Nichts geht mehr. Und Zehntausende von Menschen versuchen aus Bangkok herauszukommen. Dementsprechend chaotisch ist es auf den Strassen.

Donnerstag, 27. Oktober 2011

Von Noah und Mose - Ein Reisebericht

Kurz vor Mitternacht war ich wieder zurück in Prajuab. Es war eine sehr abenteuerliche Reise durch Bangkok. Da das Wasser in den vergangenen 12 Stunden recht angestiegen war, standen lange Abschnitte der Strassen schon unter Wasser. Autos blieben liegen und selbst einige Busse kamen nicht mehr weiter. Direkt vor uns blieben gleich zwei Busse liegen. So mussten die Passagiere aussteigen und im knietiefen Wasser den Bus an die Seite schieben.
Nachdem mich anschließend der Taxifahrer kurz vor den Überschwemmungen in unserem Stadtteil rausgelassen hatte, (weil er nicht mehr weiterfahren wollte), machte ich mich zu Fuss mit meinen Gummischlappen auf den Weg in Richtung unser Haus. Ein Motorradtaxifahrer bot mir an, mich in unser überschwemmtes Wohngebiet zu fahren. Durch einen engen Schleichweg hat er es tatsächlich geschafft, noch einen befahrbaren Weg zu finden. Allerdings zu dem fünffachen Preis von dem was sonst normal ist. 
Alle anderen Strassen sind wegen zu hohem Wasserstand abgeriegelt. Es fahren nur noch Militärlastwagen vorbei.
Zuhause angekommen fand ich ca. 30 cm Wasser vor dem Haus. Die stinkende Brühe steht dort schon seit mehreren Tagen. Da wunderts mich nicht, dass in Überschwemmungsgebieten leicht Infektionskrankheiten ausbrechen. Also ins Haus und erstmal Füsse waschen...
Gut, dass ich schon alles hochgestellt hatte. Das Wasser kann kommen. Unser Haus ist bereit. Als ich noch vor gut einer Woche die Möbel soweit wie möglich hochstellte, kam ich mir wie Noah vor. Er baute an der Arche auch als er noch überhaupt kein Wasser sah. Etwas blöd kam ich mir schon vor, aber naja...
Einige Dinge wollte ich noch ums Haus erledigen (z.B. unseren Hamster retten, der noch immer vor dem Haus stand) und noch zu meinen Kollegen, die im Büro die Stellung halten. Als ich am späten Nachmittag alles erledigt hatte, kamen vermehrt Meldungen, dass das Wasser wieder steigt, da in der Nähe einige Dämme gebrochen sind. Kurzentschlossen entschied ich mich noch am selben Abend Bangkok wieder Richtung Süden zu verlassen. Wieder machte ich mich mit meinen Gummischlappen auf den Weg und wieder kam ein Motorradtaxi und bot mir seine Hilfe an. Diesmal zum doppelten Preis. Ich willigte ein. Allerdings kannte er nicht den engen Schleichweg! So fuhren wir die (Wasser-)strasse entlang und kamen immer tiefer in die Fluten. Schon längst hatte der Wasserpegel die Höhe des Auspuffrohres überschritten. Im ersten Gang und somit mit der höchstmöglichen Drehzahl fuhr er immer weiter. Durch die hohe Drehzahl sollten die Abgase das Wasser aus dem Rohr fernhalten. Kommt erst einmal Wasser ins Rohr und somit in den Motor, wird in manchen Fällen eine teure Reparatur notwendig. Ich hatte übrigens einen schweren Rucksack auf dem Rücken (mit meinem Computer drin) und einen Koffer meiner Mutter zwischen mir und dem Motorradfahrer. Als wir auf die nächst grössere Strasse abbogen, traute ich meinen Augen nicht. Es waren nur große Militärtransporter um uns herum und mein mutiger Motorradfahrer und ich mitten drin. Weiterhin im ersten Gang versuchte er den riesigen Wellen auszuweichen, die die Lastwagen der Armee um uns herum verursachten. Gut 80 cm hatte das Wasser mittlerweile erreicht. Es reichte fast bis zum Motorradsitz. Und mit den unregelmässigen Wellen waren es zeitweise 1,50 Meter. Plötzlich kam ein höhergelegter Pick-up auf unserer Strassenseite entgegen. Und der schob eine bedrohlich anwachsende Welle vor sich her. Mit einem gekonnten Schlenker schafften wir es, auch dieser Welle auszuweichen. Ich kam mir vor wie Mose auf dem Weg durchs Rote Meer. Nur mit dem Unterschied, dass sich die Wassermassen irgendwie nicht vor uns teilten. Hab ich was falsch gemacht?
(Bild: Bangkok Post)
Fragt nicht, wie mein Motorradfahrer es geschafft hat, aber irgendwann kamen wir tatsächlich auf trockener Strasse an. Nach diesem Abenteuer hielt ich den vorher ausgehandelten (doppelten) Fahrpreis nicht angemessen. Ich gab voller Dankbarkeit den dreifachen Preis.
Jetzt nur noch ein Taxi zum Victory Monument und die Fahrt Richtung Süden mit dem Minibus kann beginnen. Nach über einer Stunde im Stau (alle flüchten gerade aus Bangkok) kam ich dort an. Lange musste ich suchen, aber Gott sei Dank, ich fand ein Minibus nach Prajuab. Keine 5 Minuten saß ich drin, war der Bus auch schon voll und die Fahrt konnte beginnen. Es war der letzte  Minibus an diesem Abend. 10 Minuten später und ich hätte ein Problem gehabt... Wow! Danke Gott für Dein Timing!
Nach weiteren zwei Stunden Stau und einem Auffahrunfall (wir fuhren einem Taxi hinten drauf) hatten wir freie Fahrt Richtung Süden. Wow... was für ein Tag!

Dienstag, 25. Oktober 2011

Ein Auto schwimmt den Fluten davon

Unglaublich. Einer unserer Kollegen in Nord-Bangkok wurde vom Wasser eingeschlossen. Es war nicht mehr möglich, das Auto vor den Fluten zu retten. Eine Lösung musste her. Warum nicht einfach das Auto aus der Gefahrenzone heraus schwimmen lassen. Auf Styropor packen und los... Hier der Beweis:

Das ist gut zu sehen, denn wir haben das gleiche Auto. Aber wir versuchen natürlich, es nicht so weit kommen zu lassen...

Sonntag, 23. Oktober 2011

4 bis 6 Wochen?

So langsam wird die Situation zur Geduldsprobe... Täglich kommen neue Meldungen aus Bangkok. Es ist ein ständiges Auf und Ab! Keine 24 Stunden sind es her, da kam die Meldung, dass das Wasser zurückgeht. Nun kam wieder eine erneute Warnung, dass es vermutlich doch wieder kommt, nur diesmal höher als bisher. Von bis zu einem Meter ist die Rede. Dann wäre auf jeden Fall auch unser Haus betroffen.
Ein ständiges Auf und Ab, besonders auch emotional. Wir sind zwar hier gut aufgehoben, aber von Urlaubsatmosphäre am Sandstrand kann keine Rede sein. Wir wissen einfach nicht was noch kommt. Deshalb kann von Entspannung keine Rede sein. Sehr entmutigend fanden wir die Nachricht, dass es vermutlich 4-6 Wochen!! dauert, bis sich die Lage entspannt. So lange würden wir vermutlich nicht in unser Haus zurück können.
So werde ich vermutlich Mitte der Woche nochmal nach Bangkok fahren und versuchen, zu unserem Haus durchzukommen, um noch einiges zu erledigen und herauszuholen. Das Militär ist neuerdings dabei, weitere Menschen aus dem Gebiet zu evakuieren.
Bitte betet weiterhin für die Betroffenen, die soviel verloren haben! Bitte betet auch für die Leitung der OMF/ÜMG während dieser Zeit. Wir sind mit unserer menschlichen Weisheit am Ende. Wir möchten auf Gott schauen und von ihm uns leiten und tragen lassen.

Samstag, 22. Oktober 2011

Wasserstand fast stabil

Was für ein Tag! Nach all den Schreckensnachrichten der letzten 48 Stunden kommt hier mal eine gute Nachricht. Gemäss Zeitungsberichten ist der Wasserstand in unserer Nähe stabil. Das ist doch schon mal ermutigend. Allerdings sind wir vorsichtig geworden. Die Informationspolitik der Regierung war in den letzten Tagen recht unstimmig und Infos wurden ab und zu wieder revidiert.
Na, mal sehen, was die nächsten Tage bringen. Von Entwarnung kann aber keine Rede sein, denn die Behörden gehen davon aus, dass es noch ca. einen Monat!!! dauert, bis das gesamte Wasser der Flutkatastrophe von Zentralthailand an Bangkok vorbei (oder hindurch) geflossen ist. Wir hoffen nun, dass die Behörden es schaffen, das Wasser kontrolliert bis zum Meer zu leiten. Das ist aber eine unglaubliche Herausforderung, da man mehr oder weniger entscheiden muss, welches Wohngebiet man opfert, um dem Wasser den Weg zu bahnen. Überschwemmungen gibt es auf jeden Fall weiterhin, die Frage ist nur wo und wie hoch.

Das Wasser steigt

Die Situation hat sich in den vergangenen 48 Stunden dramatisch verschlechtert. Der Kanal, der einige Hundert Meter von uns entfernt liegt, ist massiv über die Ufer getreten. Es ist nicht mehr möglich, in unser Wohngebiet mit dem Auto zu kommen.
So stecken wir nun hier in Prajuab (4 Std. südlich von Bangkok) fest. Auch die Schule der Jungs bleibt bis auf weiteres geschlossen. So werden wir vermutlich noch eine Weile hier bleiben.
Das Wasser ist noch nicht im Haus, aber bisher ist der Wasserspiegel unaufhörlich gestiegen.
Zwei Häuser unserer Kollegen sind schon überflutet, da sie näher am Kanal wohnen. Das Bürogebäude der OMF/ÜMG ist noch trocken.
Bitte betet um Bewahrung unserer Mitarbeiter in den betroffenen Gegenden.

Ausserdem möge Gott seine Hände um unser Haus stellen. Oft gibt es Plünderungen, weil die Nachbarschaft praktisch menschenleer ist. Die meisten Leute aus der Gegend sind evakuiert worden. Sie halten sich nun in umliegenden Schulen auf, wo sie von der Regierung mit dem Nötigsten versorgt werden.

Ein paar Bilder

Thailand und die Flut

Freitag, 21. Oktober 2011

Update (von Ulrich Kohler)

Nun sind die „Lebensnerve" des Landes getroffen: Verteilzentren, Haupverkehrswege. In weiten Teilen Zentralthailands und auch in Bangkok wird Trinkwasser und Nahrungsmittel knapp. Es ist schon erstaunlich, wie schnell das alles gehen kann. Nun sind wir sehr froh um die „unsinnigen" Notfallmassnahmen, die wir vor längerem für unsere Mitarbeiter angeordnet hatten (Trinkwasser und Nahrung für 2 Wochen im Haus haben).
Die nächsten paar Tage werden zeigen, wie heftig es Bangkok trifft. Wenn es hier ähnlich schlimm wird, wie wir es in NakhonSawan gesehen haben, dann bekommen wir ein wirklich gravierendes Problem. Notversorgung für die 300´000 Leute in NakhonSawan ist schon eine riesige Herausforderung. Bei der 12 Millionen Stadt Bangkok würde das nochmal ganz andere Dimensionen annehmen…
Betet weiter um Freude in Gottes Gegenwart, Kraft im Alltag und Weisheit für alle Entscheidungen. (von Ulrich Kohler)

Video Update 2

Noch ein Video Clip als Update zur Situation in Thailand (von Ulrich Kohler)

Hochwasser in Thailand - Video Update 2 from Ulrich Kohler on Vimeo.

Wir stecken erst einmal fest...

In Bangkok herrscht Chaos auf den Strassen. Viele versuchen rechtzeitig mit ihrem Auto auf Bruecken zu kommen, bevor die Wassermassen zu hoch sind, um mit dem Auto unterwegs zu sein. Erhoehte Autobahnen, Ueberfuehrungen und Bruecken sind vollgeparkt, oft in zwei oder mehr Reihen. Der einzig verbleibende Fahrstreifen (wenn es den noch gibt) ist deshalb hoffnunglos verstopft. Unsere Wohngegend ist knietief im Wasser versunken, aber wir denken, dass das Wasser noch nicht in unserem Haus ist. Trotzdem versperrt uns das den Weg zurueck nach Bangkok.
Nun bleiben wir erst einmal hier in Prajuab. Ab morgen ist Matrazenlager angesagt, da das Gastehaus der OMF voll belegt ist.
Das OMF/UeMG Buero ist geschlossen. Wir haben den Mitarbeitern frei gegeben, um sich um ihre Sachen zu kuemmern.

Donnerstag, 20. Oktober 2011

Krokodile und Huehner

Wenn ihr euch etwas Geld verdienen wollt, kommt nach Zentralthailand. Ueber 100 Krokodile sind in den Fluten entwichen und nun ist ein Kopfgeld fuer sie ausgesetzt. 1000 Baht (25 Euro) gibt es pro Tier.
Ausserdem sind ueber eine Millionen Huehner in den Wassermassen ertrunken. Diese fangen jetzt an zu verrotten. Es wird dringend ein trockener Platz gesucht, wo man sie begraben kann. Nicht so einfach im Moment, wie ihr euch sicher vorstellen koennt. Wenn das nicht schnell geschieht, besteht die Gefahr von Seuchen.

Das Wasser kommt

Gerade bekam ich einen Anruf, dass das Wasser eines nahegelegenen Kanals uebergelaufen ist. So ist das Wasser auf dem Weg in Richtung OMF Buero und unserem Haus. Es steigt aber sehr langsam und die Frage ist, wie hoch es stehen wird. Betet, dass das Wasser einen Meter nicht uebersteigt.
Wir wollen uns aber nicht beschweren. Wir sind sicher hier in Prajuab und wenn erforderlich, koennen wir auch noch laenger hier bleiben. Die Sachen im Haus sind ersetzbar... Bitte betet fuer die, die alles verloren haben. Die Zahl der Toten ist schon auf ueber 300 gestiegen und Hunderttausende haben ihre Arbeit verloren, da viele Industriegebiete ueberschwemmt sind. Die Medien reden von 26,000 Firmen, die unter Wasser stehen.

Dienstag, 18. Oktober 2011

Update

In der Zwischenzeit bin ich in Suedthailand (Prajuab) angekommen und habe die Arbeit als Manager im Gaestehaus der OMF fuer einige Tage uebernommen.
Und ausgerechnet jetzt kommt eine neue Meldung aus Bangkok. Es werden Ueberschwemmungen in unserem Gebiet innerhalb der naechsten 48 Stunden erwartet. Wie hoch das Wasser sein wird, kann niemand sagen.
Jetzt ist Vertrauen angesagt. Etwas aendern koennen wir sowieso nicht... Gott weiss um die Situation.

Samstag, 15. Oktober 2011

Bereit

So, nun kann das Wasser kommen. Ich habe in den letzten Stunden das Erdgeschoss unseres Hauses wasserfest gemacht. Die Schränke leer geräumt, Kisten gepackt und Möbel geschleppt. Ich komme mir vor, als ob mal wieder Umziehen angesagt ist. Das ist auch nicht viel weniger Arbeit...

Noch ist die Lage angespannt. Heute ist ein weiterer Damm in Zentralthailand gebrochen und hat viele Häuser unter Wasser gesetzt. Und auch hier hängt alles an den Dämmen und Deichen, die nur wenige Kilometer von uns entfernt sind. Es ist schon ein etwas absurdes Szenario: Blauer Himmel und Sonnenschein. Das passt gar nicht so recht zu den Überschwemmungen.
Danke auch, wenn ihr weiter für die Betroffenen in Zentralthailand betet. Dort ist in manchen Bereichen das Wasser bis zu drei Meter hoch.

Freitag, 14. Oktober 2011

Bangkok und die Flut

Nachdem wir gestern Abend bis Mitternacht unsere Wertgegenstände in Sicherheit gebracht haben, ist nun heute alles ruhig. Ob das Wasser am Wochenende kommt oder nicht, hängt davon ab, ob die Deiche und Barrikaden halten. Eine Unmenge Wasser aus Zentralthailand muss an Bangkok vorbei durch Kanäle ins Meer geleitet werden.
Bitte betet, dass die Deiche halten!
Raphaela, meine Mutter (die gerade eben hier angekommen ist) und die Kinder werden morgen früh die Stadt in Richtung Süden verlassen. Ich halte die Stellung. Hoffentlich kann ich dann am Dienstag nachkommen. Die Kinder haben Herbstferien und während dieser Zeit übernehmen wir die Leitung unseres Gästehauses in Prajuab.
Es bleibt spannend...

Falscher Alarm?

Es sieht so aus als ob es falscher Alarm war. Jemand vom Zentrum für Katastrophenschutz hat den Befehl zur Evakuierung ohne Stichfeste Beweise gegeben. Na mal sehen, was die kommenden Stunden noch so bringen...

Donnerstag, 13. Oktober 2011

Das Wasser kommt

Während in Zentralthailand immer noch weite Teile überschwemmt ist, wandert die Flutwelle Richtung Bangkok. Da wir im Norden von Bangkok sind, sind wir direkt in Gefahr, von dem Hochwasser betroffen zu sein. Eigentlich sollte das Wasser erst am Sonntag kommen. Aber gerade haben wir vernommen, dass in der Nähe ein Deich gebrochen ist. So wird das Wasser schon in ein paar Stunden hier sein.
Schnell haben wir die wichtigsten Sachen in den ersten Stock geschafft. Einige Möbelstücke werden wohl dem Wasser zum Opfer fallen, wenn es denn soweit kommt. Die Meldungen gehen von bis zu einem Meter Wasser in unserem Gebiet aus.
Bitte betet mit, dass wir weitgehend von der Flut verschon bleiben!

Donnerstag, 6. Oktober 2011

Überschwemmungen in Thailand

Die Überschwemmungen in Zentralthailand werden immer schlimmer. Inzwischen sind einige unserer Kollegen evakuiert worden. Zum Teil haben sie Probleme, die Gegend zu verlassen, da nicht genug Boote vorhanden sind.
Mindestens fünf Häuser verschiedener Missionare stehen unter Wasser und auch mindestens ein Auto. Bitte betet für die angespannte Situation. Wir versuchen gerade Notfallpläne auf die Beine zu stellen.
Bitte betet auch für die Hunderttausende Thais, die schon ihre Besitztümer verloren haben. Und für die Angehörigen der fast 250 Toten, die es bisher gegeben hat. Viele Thais leben schon seit Tagen im zweiten Stock ihrer Häuser oder gar auf dem Dach. Der Strom ist vielerorts ausgefallen und damit ist auch nur sehr schwer zu kommunizieren. Auch Handys funktioneren in manchen Gegenden nicht. Möge Gott in Seiner Weisheit etwas Gutes daraus entstehen lassen.
Danke für euer Gebet!

Babel

Der Turmbau von Babel vor ein paar Tausend Jahren ist so ein typisches Negativbeispiel. Die Menschen waren nicht zufrieden und wollten sich mit dem Turm einen Namen machen. Ruhm und Ehre für sich selbst war ihr Ziel. Das hat ja bekanntlich nicht ganz so hingehauen...
Eines hat mich dabei sehr nachdenklich gestimmt: 2. Mose 11 Vers 6: Gott sagt: "Wenn sie diesen Bau vollenden, wird ihnen nichts mehr unmöglich sein. Sie werden alles ausführen, was ihnen in den Sinn kommt."
Wenn wir zusammenhalten, eine gute Arbeit leisten und vor allem ein gemeinsames Ziel verfolgen, dann können wir Unglaubliches auf die Beine stellen! Die Leute von Babel wollten Hand in Hand ihre Pläne verwirklichen. Das finde ich sehr motivierend. Stellt euch vor, was passieren würde, wenn wir alle zusammenhalten würden!! :-)

Holighausens in Bangkok 2008

Warum Mission?